On the Float -->



Hallo zusammen, wie lebt Ihr ?


Kaninchen :
Wir leben in kleinen Gruppen, keine festen Partnerschaften.
Bauen weit verzweigte Gangsysteme, in denen unsere Jungen
nackt und blind zur Welt kommen. Wir vermehren uns auch in
Gefangenschaft.

Hase :
Ich lebe solitär. Schlafe in einer flachen Erdmulde. Mein
Nachwuchs kommt darin mit Fell und geöffneten Augen zur Welt.
Ich bin niemals domestiziert worden.

Menschen :
Wissen wir noch nicht so genau. Bis wir es herausgefunden
haben führen wir Krieg.









Lin May Saeed ( DE /IQ )
*1973 in Würzburg
1995-2001 Kunstakademie Düsseldorf
2003 Gründung des Ausstellungsraumes
Center, Berlin

Stipendien:

2000 Studienstiftung des Deutschen Volkes
2006 Gasmesserhaus, Zürich-Schlieren, CH
2011 Peter Mertes Stipendium des Bonner Kunstvereins

Lehrtätigkeit:

Lecture and Visiting Artist
at The Art Institute Chicago (SAIC)
Columbus Auditorium
Monday, October 1, 2015 at 4.30

Talk at HBK Braunschweig
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Johannes-Selenka-Platz 1
38118 Braunschweig
Schnittraum , 8.12.2010 at 7

Lehrauftrag Bildhauerei
Kunstakademie Düsseldorf 2008/09 - 2009/10



Ausstellungen/Aktivitäten


2016

Animal Lovers (group show) -->
curated by Anne Hölck, Mareike Maage, Friederike Schmitz, Hörner/Antlfinger
October 10 - November 27, 2016
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst/ NGBK Berlin

9th Berlin Biennale for Contemporary Art -->
Akademie der Künste Berlin
by invitation of Matthew Linde/Center for Style (group show)
June 4 - September 18, 2016

Comedy Club (group show)
by invitation of Burkhard Beschow, Anne Fellner and Jens Einhorn
Umspannwerk Richardstraße 20, Berlin-Neukölln
April / May 2016

X. Bienal de Nicaragua. (group show)
Fundación Ortiz Gurdian, NIC
(by invitation of Sam Lipp and Miguel Bendana)
February 11 - 15, 2016

Lin May Saeed (solo show)
Jacky Strenz Galerie, Frankfurt/Main
until April 4, 2016

2015

Lecture and Visiting Artist
at The Art Institute Chicago (SAIC)
Columbus Auditorium
Monday, October 1, 2015 at 4.30

The Skyscraper / a horizontal view (solo show)
Julius Casear
C: Maddie Reyna
Opening Sunday October 11, 1-4 pm
Julius Caesar
3311 W. Carroll Ave.
Chicago, IL 60624, USA

Blocking (group show)
Martos Gallery, Los Angeles, USA
C: Jesse Stecklow

Animal Turn - die Hinwendung zum Tier (group show)
Städtische Galerie Waldkraiburg, DE
C: Elke Keiper

Toter Winkel (group show)
T66 kulturwerk Freiburg
C: Klaus Merkel, Achim Sakic
Opening July 10th 8 pm

2014

Brücke im Dschungel (group show) -->
Kunsthalle am Hamburger Platz
Eröffnung Mittwoch 12.11.2014, 19h
13.-28.11.2014

Corruption Feeds (group)
Bergen Kunsthall, Norway
opening 31st october 2014
31/10 - 8/12 2014

Notes on animals (solo) -->
Thomas Flor Galerie, Berlin

Aftercare (group)
Opening May 1, from 7pm
May 2 - June 21 2014
Center, Kurfürstenstraße 174
10785 Berlin
organized by coeval.gen.in

2013

Interview WDR 5/ broadcasted 18.12.13 /german -->

Der Wolkenkratzer / Skyscraper -->
Jacky Strenz Galerie, Frankfurt/Main
Opening 15.11.2013, 19-21 h

Tierbefreiung -->
das aktuelle Tierrechtsmagazin
20 Jahre / 1993-2013
Text in Magazine for Animal Liberation /german

Grane (solo)
Jacky Strenz Galerie, Frankfurt/Main
7.9.- 26.10.2013

Blockupy -->
Bilder des Modells
"Der Wolkenkratzer"
mit Melanie Bujok

Lin May Saeed - Stanislava Kovalcikova
dok 25a Projektraum
T. Langenkamp / A. Schön, Düsseldorf
until 15th April 2013

Available now:
Recipes from Iraq -->



2012

The Worldly House
An archive inspired by Donna Haraway's
writings on multi-species co-evolution
compiled and presented by Tue Greenfort
at documenta 13 in Kassel
contribution to archive
9th June - 16th September 2012

Feierabend (group show)
with Matthias Dornfeld, Lutz Braun, HP Zimmer
reception Berlin / Christine Heidemann
28th April - 9th June 2012
Opening : Friday, 27th April, 6-9 pm

Kunstverein Bonn
Peter-Mertes-Stipendium
9.März - 20.Mai 2012

Mining to Draw (solo show)
Eröffnung 14.Januar 2012
center, Berlin

2011

Cafe Baltik Bar -->
Eröffnungsausstellung / Annette Hans
5 - 27 November 2011
S-Bahnhof Hamburg-Altona
Vitrine Gleis 1-2

abc / art berlin contemporary
Galerie Jacky Strenz
solo presentation 5 - 11 September

Dorothea (group show)
C: Matthias Dornfeld
Ancient & Modern gallery
London, GB

Impossible Vacation (group show)
C: Matthew Strauss
White Flags Projects
St. Louis, USA

GELD (group show )
reception gallery
Berlin

Deli Vegan -->
SCHATTEN UND WESEN
Kunstverein Schwerte 0809
at Nachtfoyer / Kunsthalle Düsseldorf

2010

Handlung und Tat (group show)
Galerie HBK Braunschweig / Schnittraum

LIBERATION
Galerie Thomas Flor,
Düsseldorf

New Roads of Solidarity
Internationaler Antirepressionskongress in Hamburg 2010

organisiert von :
Wissenschaftlicher Hochschulzusammenschluss zur Erforschung
des Mensch - Natur - Verhältnisses /Uni Hamburg
8.-10. Oktober 2010 Universität Hamburg
http://antirepkongresshh2010.tk

Ich Tier !(Du Mensch)
Ausstellungsprojekt
von Cathérine Hug,
Isabel Reiss und
Dimitrina Sevova
Perla Mode / Dienstgebäude Zuerich

Nelly-Sachs-Park
Jens Ullrich / Lin May Saeed
Galerie Jacky Strenz
Frankfurt/Main

2009

Tiere lesen Text
Lesung am Donnerstag,
29. Oktober 2009 , 19 Uhr
im Rahmen der Ausstellung
"twosome assembly" /
Jens Ullrich in
reception,
Kurfürstenstr.5 /5a
10785 Berlin

Der alte Mann und das Meer -->
Gruppenausstellung mit:
Elfriede Bodem
Salvador Dali
Matthias Dornfeld
Markus Ebner
Chris Lipomi
Lin May Saeed
Jens Ullrich
Johannes Weth
Atelier
Kurfürstenstraße 174
Berlin

Ankunft der Tiere
Galerie Jacky Strenz
Frankfurt/Main

Open Space /
Presentation Art Cologne
Galerie Jacky Strenz

Diesseits der Alpen : Hunger
Jenseits der Alpen : Durst

Atelier Klaus Winichner

2008

Arm und Reich
Lin May Saeed / Alex Jasch im Glaspavillion
der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Antispe Kongress
UJZ-Korn, Hannover

Societate su i ma Logica
Kunstverein Schwerte
mit Jochen Lempert und Jens Ullrich










Diese Seite handelt von der Geschichte des Zusammenlebens von
Menschen und Tieren auf der Erde, ausgehend von dem Zeitpunkt, an dem
sich Menschen und Tiere voneinander getrennt haben. In Bezug auf die
Gegenwart spricht Jaqcues Derrida vom "nie da gewesenen Ausmaß der
Unterwerfung des Tiers". Das Mensch-Tier-Verhältnis war jedoch auch
zu keinem früheren Zeitpunkt jemals ausgewogen.




Reitversuche mit tödlichem Ausgang

Mensch auf

>> Löwe - Dauer ca. 2 Sekunden.


>> Vogel Strauß - wirft Mensch bei hoher
Laufgeschwindigkeit ab. Mensch zieht sich einige
kleine Schürfwunden zu; dadurch begünstigt Infektion
mit Vogelgrippevirus > Immunsystem kollabiert.


>> Hirsch - rennt wie angepiekst durch den Wald > Mensch
gelingt es, sich am Geweih festzuhalten und einigermaßen
aufrecht zu sitzen > Hirsch rennt unter einem Ast hindurch, der
Mensch genau am Kopf trifft.
Variante: Hirsch senkt Kopf bei hoher Laufgeschwindigkeit und
bremst plötzlich ab >
Gegenseitige Durchdringung von Mensch und Geweih.



Grundlegende Zivilisationskritik formuliert etwa seit Mitte der
1970er Jahre der Tierrechtsgedanke / Tierbefreiungsgedanke, in dessen
Logik die Kulturgeschichte im Hinblick auf das Machtverhältnis Mensch -
Tier neu zu interpretieren ist.
Unter diesem Aspekt wird der aus der Umweltbewegung bekannte Ausruf
"Zurück zur Natur" obsolet. Es gibt keinen Weg zurück. Es geht darum,
jenseits historischer Erfahrungen eine Utopie für eine Welt zu
entwickeln, in der Menschen und Tiere friedlich miteinander leben
können. Die Frage ist, wohin führt unser Weg, seitdem wir uns von den
Tieren getrennt haben. Schon die wahrscheinlich älteste Erzählung,
das Gilgâmesch-Epos, handelt vom Zerwürfnis des Menschen mit der
Natur.


Auszug aus der deutschen Übersetzung des ersten Tafel des Gilgamesch -Epos


< >

Dann wusch Aruru sich ihre Hände,
kniff Ton ab und warf ihn (herab) in die Steppe.
In der Steppe schuf sie Enkidu, den Helden,
den Sprößling der Stille, den Brocken Ninurtas.

Dicht behaart ist er an seinem ganzen Leibe,
versehen mit Locken wie eine Frau.
Seiner Haarmähne Locken sprießen so üppig hervor wie Nissaba selbst.
Nicht sind ihm die Menschen und (nicht) das Kulturland bekannt.

Mit einem Gewande bekleidet wie Schakkan,
frißt mit Gazellen er Gras.
Mit Herdentieren drängt er sich an der Wasserstelle,
mit wilden Tieren labt er sich am Wasser.

Der Fallensteller, der Räuber-Mensch,
trat ihm, ihm gegenüber, an der Wasserstelle entgegen.
Einen Tag, einen zweiten und einen dritten
trat er ihm, ihm gegenüber, an der Wasserstelle entgegen.
Es sah ihn der Fallensteller, und dessen Züge erstarrten.
Jener aber und seine Herde - in sein Haus trat er ein.

(Der andere) jedoch geriet in Wut, er wurde ganz still und schwieg.
Es ist dunkel sein Herz, sein Gesicht ist umwölkt,
es steckt Trübsal ihm im Leibe.
Einem, der weite Wege gegangen, gleicht sein Gesicht.

Der Fallensteller öffnet seinen Mund und spricht, er sagt zu seinem Vater:
"Mein Vater, da ist ein Bursche, der gegenüber an die Wasserstelle kam.
Im Lande ist er der stärkste, Kräfte hat er,
wie ein Brocken des Anum sind stark seine Kräfte.

Auf den Bergen wandert er den ganzen Tag umher.
Beständig drängt mit Herdentieren er sich an der Wasserstelle.
Beständig finden seine Füße sich gegenüber an der Wasserstelle.
Ich aber bin so voller Angst, daß ich mich ihm nicht nähern kann.

Zugeschüttet hat er die Gruben, die ich gegraben.
Meine Fallen, die ich ausgelegt, hat er herausgerissen.
Er ließ aus meiner Hand entkommen die Herde, die wilden Tiere der Steppe.
Er gibt mich nicht frei für das Tun (in) der Steppe."

Sein Vater öffnet den Mund und spricht, er sagt zu dem Fallensteller:
"Mein Sohn, ein Sproß aus dem Herzen Uruks, das ist Gilgamesch.
Die Kurtisanen, die Freudenmädchen und die Dirnen, die sind bei ihm.
Wie ein Brocken des Anum sind stark seine Kräfte.

Nimm den Weg, gen Uruk richte deinen Sinn!
Um Enkidu zu bezwingen, bedarf es der Muskelkraft des Menschen nicht!
Geh, mein Sohn, mit dir führe Schamchat, die Dirne.
Denn ihre Macht ist der eines mächtigen Mannes gleich.

Wenn die Herde eintrifft an der Wasserstelle,
soll sie ihre Kleider abstreifen und ihre Reize zeigen.
Er wird sie sehen und sich ihr dann nähern.
Fremd wird ihm seine Herde (dann) sein, in deren Mitte er aufwuchs."

Auf den Rat des Vaters gab er Acht,
der Fallensteller ging davon, er begab sich auf die Reise.
Er nahm den Weg, gen Uruk richtete er seinen Sinn.

Zu König Gilgamesch spricht er das Wort und sagt:
"Da ist ein Bursche, der gegenüber an die Wasserstelle kam.
Im Lande ist er der stärkste, Kräfte hat er,
wie ein Brocken des Anum sind stark seine Kräfte.

Auf den Bergen wandert er den ganzen Tag umher.
Beständig drängt mit Herdentieren er sich an der Wasserstelle.
Beständig finden seine Füße sich gegenüber an der Wasserstelle.
Ich aber bin so voller Angst, daß ich mich ihm nicht nähern kann.

Zugeschüttet hat er die Gruben, die ich gegraben.
Meine Fallen, die ich ausgelegt, hat er herausgerissen.
Er ließ aus meiner Hand entkommen die Herde, die wilden Tiere der Steppe.
Er gibt mich nicht frei für das Tun (in) der Steppe."

Gilgamesch sagt zu ihm, zum Fallensteller:
"Geh, mein Fallensteller, mit dir führe Schamchat, die Dirne.

Doch wenn die Herde eintritt an der Wasserstelle,
soll sie ihre Kleider von sich streifen und ihre Reize zeigen.
Er wird sie sehen und sich ihr dann nähern.
Fremd wird ihm seine Herde (dann) sein, in deren Mitte er aufwuchs."

Es ging der Fallensteller, mit sich führte er Schamchat, die Dirne,
sie nahmen den Weg, sie begaben sich auf die Reise.
Am dritten Tage erreichten sie das Ziel.
Da nahmen der Fallensteller und die Dirne an ihren Ausgucken Platz.

Einen Tag, einen zweiten Tag saßen sie gegenüber an der Wasserstelle.
(Dann aber) kam die Herde heran, um zu trinken an der Wasserstelle.
Es kamen heran die wilden Tiere, sie labten sich am Wasser.
Und so auch er, Enkidu, dessen Herkunft die Berge sind.

Mit Gazellen frisst er Gras.
Mit Herdentieren drängt er sich an der Wasserstelle,
mit wilden Tieren labt er sich am Wasser.

Es sah ihn die Schamchat, ihn, den Ur-Menschen,
den mörderischen Burschen aus dem Innersten der Steppe.

"Das ist er, Schamchat, entblöße deine Brust!
öffne deine Scham, auf dass er Deine Reize nehme!
Schrecke nicht zurück, nimm seinen Atem hin!
Er wird dich sehen und sich dir dann nähern.

Breite deine Kleider aus, auf dass er auf dir liege.
Wirke an ihm, an ihm dem Ur-Menschen, mit den Künsten des Weibes!
Seine Liebe wird dich umschmeicheln.
Fremd wird ihm seine Herde (dann) sein, in deren Mitte er aufwuchs."

Da löste Schamchat ihr Untergewand.
Sie öffnete ihre Scham, und er nahm ihre Reize.
Nicht schreckte sie zurück, seinen Atem nahm sie hin.

Sie breitete ihre Kleider aus, und er lag dann auf ihr.
Sie wirkte an ihm, an ihm dem Ur-Menschen, mit den Künsten des Weibes.
Seine Liebe umschmeichelte sie (da).
Sechs Tage und sieben Nächte stand Enkidu aufrecht
und paarte sich mit Schamchat.

Als er sich an ihrer Lust gesättigt,
wandte er sein Gesicht seiner Herde zu.
Es sahen Enkidu und stürmten davon die Gazellen,
die Herde der Steppe wich zurück vor seiner Gestalt.

Beschmutzt hatte Enkidu seinen ganz reinen Körper,
still standen da seine Knie, die sonst gewohnt, mit der Herde zu laufen.

Geschwächt war da Enkidu, sein Laufen war nicht mehr so wie zuvor.
Doch (mit einem male) besaß er Verstand, und tief war seine Einsicht.
Er kehrte zurück und setzte sich nieder, der Dirne zu Füßen.
Der Dirne sieht er ins Gesicht,

und was die Dirne spricht, vernehmen (auf einmal) seine Ohren.
Die Dirne sagt zu ihm, zu Enkidu:
"Gut bist Du, Enkidu. Du trittst wie ein Gott ins Sein.
Warum nur läufst Du mit den wilden Tieren in der Steppe umher?

Komm her, ich will Dich leiten in die Mitte von Uruk,
der Hürden(umhegten),
zum reinen Hause, dem Wohnsitz von Anum und Ischtar,
dorthin, wo Gilgamesch ist, vollkommen an Kraft,
und wo er wie ein Stier die jungen Männer seine Kräfte spüren lässt."

Sie sprach mit ihm, und gefällig war ihre Rede.
Sein (nun) wissendes Herz suchte einen Freund.




S.49 , Vers 101 ff.
aus : Das Gilgamesch-Epos
4., durchgesehene Auflage 2008.
Neu übersetzt und kommentiert
von Stefan M. Maul.
Verlag C.H. Beck oHG, München.











Anlässlich der Ausstellung "Soma"
von Carsten Höller
im Hamburger Bahnhof, Berlin
(5.November 2010 - 6. Februar 2011)

Tiere haben ein Recht auf Leben, Freiheit und
Unversehrtheit. Es gibt keine Rechtfertigung dafür,
Tiere in Gefangenschaft zu halten. Nicht für
Tierversuche, und nicht zur Gewinnung von Nahrung,
in der Massentierhaltung oder der so genannten
artgerechten Haltung. Denn artgerecht ist nur die
Freiheit. Die Ausstellung „Soma“ von Carsten Höller
zeigt einen sinnlosen Tierversuch im Museum Hamburger
Bahnhof Berlin. Berlin ist bereits die Hauptstadt der
Tierversuche. In keiner Stadt in Deutschland werden
mehr Versuche an Tieren durchgeführt. Die Annahme,
Kunst bewege sich im luftleeren, bzw. rechtsfreien
Raum, ist snobistisch. Es gibt keine Rechtfertigung
für strukturelle Gewalt gegen Tiere durch L'art pour
l'art
, vor allem nicht für Kunst, die sich an der
Grenze zur Naturwissenschaft verortet.
Das Tier ist das Unerreichbare.
Tiere müssen befreit werden.








Mensch Tier - Derrida, Agamben, Coetzee und die unerwartete
Rückkehr der Kreatur
von Ullrich Raulff

Sein Leben lang träumte der Autor von einem Aufstand der
Tiere. So als käme er aus dem Reich der "Verkehrten Welt",
ersann er einen Umsturz der archaischen Ordnung, die den
Menschen zum Herrn über Leben und Tod der Tiere gesetzt hatte.
Und wusste doch, dass der Tag des gerechten Zorns nicht kommen
würde: "Es schmerzt mich , dass es nie zu einer Erhebung der
Tiere gegen uns kommen wird , der geduldigen Tiere, der
Schafe, allen Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr
nicht entgehen kann." Dennoch, lustvoll malte Canetti sich
aus, wie die von einem Schlachthaus ausgehende Rebellion sich
über eine Stadt ergießt, wie Männer, Frauen, Kinder, Greise zu
Tode getrampelt, U-Bahn-Waggons von rasenden Ochsen zerdrückt
und Menschen von blutgierigen Schafen zerfleischt werden. Bis
heute ist dieser Umsturz nicht eingetreten. Auch wenn es auf
dem Höhepunkt der BSE-Krise so aussah, als sei dies der Ersatz
für die Revolte der gequälten Natur, sozusagen ihr langer
Marsch durch die Institutionen der Ernährung - der Aufstand
der Tiere bleibt vertagt. In der Zwischenzeit findet etwas
anderes statt: eine Rückkehr der Tiere im Denken der Menschen,
ein intellektueller Aufstand im Namen der Tierheit.
Ambitionierte Kunstblätter wie frame produzieren Sonderausgaben
("The Dog Issue"), eine populäre Zeitschrift wie Brigitte
lässt prominente Schriftsteller über Tiere schreiben. Im Jahr
2000 zeigt die Städtische Galerie Karlsruhe die Schau
"Herausforderung Tier. Von Beuys bis Kabakov", 2001 war in
Baden-Baden "Das Tier in mir" zu sehen, in wenigen Wochen,
Ende November, eröffnet das Dresdner Hygiene-Museum eine
Ausstellung zum Thema "Mensch und Tier".
Ähnlich das Bild in der Literatur und Philosophie: Auf die
deutsche Übersetzung von J.M.Coetzees "Das Leben der
Tiere"(2000) folgten Hans Blumenbergs "Löwen", Hans
Wollschlägers "Tiere sehen Dich an" und Elias Canettis
Aufzeichnungen "Über Tiere". Von Jacques Derrida weis man,
dass er seit langem an einem Buch über die Differenz zwischen
Mensch und Tier sitzt; die deutsche Übersetzung von Giorgio
Agambens jüngstem Essay "L´aperto.L´uomo et l´animale" ist für
nächstes Frühjahr angekündigt. Eine der wichtigsten
Neuerscheinungen dieses Herbstes war das Buch des Leipziger
Anthropologen Michael Tomasello über das Lernverhalten von
Schimpansen und Menschenkindern.
Abgestanden: So wirkt auf einmal der technoide Futurismus, der
uns gestern noch einreden wollte, die Zukunft des Menschen
liege in der Gesellschaft von Cyborgs und Replikanten. Die
Zukunft des Menschen? Wohnt hier nicht mehr. Seit kurzem hat
der Humanismus ein neues Feld entdeckt - in den Containern der
Viehtransporte, hinter den Gittern zoologischer
Versuchsstationen, am Ausgang des Paradieses. Aber was heißt
hier: neues Feld? In Wahrheit ist es das älteste. Wann immer
der "western man" eine Antwort auf die Frage nach der sphinx
suchte,wandte er sich an Bruder Tier: Wer bist du, und wer bin
ich? Von Aristoteles über Descartes bis Heidegger schien der
Weg zum Menschen über die Abgrenzung vom Tier zu führen. Das
zoon politikon, das animal rationale, das Tier das lachen,
Politik treiben, seinesgleichen ausrotten und über sich selbst
nachdenken kann, behauptete seine spezifische Differenz.
Umgekehrt tauchten, wann immer der Humanismus des Westens in
schlechtes Wetter geriet, an einem Horizont die Gestalten des
Tieres auf - als Lockung, Drohung und Versprechen. War es ein
Zufall, dass Friedrich Nietzsche, von Mitleid überwältigt, am
Hals einer gepeinigten Kreatur zusammenbrach? Lautete das
erste Wort vom Humanismus Abgrenzung vom Tier, so hieß
brüderliche Identifikation sein letztes. Und vielleicht ist es
die Fähigkeit zum Mitleiden - als innerster Kern des Humanen -,
die jetzt in Frage steht und das Tier von neuem als letztes
Rätsel und Frage vor uns hinstellt.
Für die philosophische Anthropologie des 20.Jahrhunderts
bestand nie ein Zweifel daran, dass der Unterschied zwischen
Mensch und Tier mehr zu sein hatte als ein geringfügiger
Evolutionsvorsprung, ein Komparativ der Intelligenz oder eine
Steigerungsform technischer Kompetenz. Aber worin lag seine
eigentümliche Qualität? In seinem jüngsten Essay "L´aperto"
zeichnet der italienische Philosoph Giorgio Agamben den
Denkweg Martin Heideggers nach, den dieser im Wintersemester
1929/30 in einer seiner wichtigsten Vorlesungen beschritten
hatte. Für Heidegger war das Tier "weltarm", der Mensch aber
"weltbildend". Das Tier, sagt Heidegger in Anlehnung an Jacob
von Uexküll, lebt eingesperrt in seinen "Enthemmungsring" -
einen Kreis von Bedürfnissen und Umweltreizen, in dem es
"benommen" ist. Die Umwelt des Tieres mag "offen" sein, aber
sie ist nicht "offenbar", wie es die sich enthüllende Welt des
Daseins ist.
Originell an diesem ebenso herrischen wie klamüserischen
Denken ist vor allem die Terminologie. Der Sache nach ist
Helmuth Plessner, der wenige Jahre später über "Tier und
Mensch" (sic!) schreibt, klarer. Plessner macht den "Geist"
des Menschen (im Unterschied zur "Intelligenz", über die auch
Tiere verfügen) zum obersten Kriterium: Im Tier herrscht als
Grundprinzip die Geborgenheit in der Umwelt. Im Menschen
öffnet sich die Geschlossenheit des vitalen Kreises - dem
Anderen als dem Anderen." Auch dies eine bezeichnende
Differenz der beiden Denker: Für Plessner ist es die Liebe,
die dem Menschen eine Welt jenseits von Fressen und Schlafen
eröffnet - für Heidegger ist es die Langeweile: In der
Langeweile bemerkt das Dasein seine "Benommenheit" und gelangt
dadurch über sie hinaus. Aber ob man nun den Unterschied
zwischen den Tieren und dem Menschen nachidealistisch
("Geist") oder existentialontologisch ("Dasein") definiert -
die Zahl der Leute nimmt zu, die diese ganze Begriffsarbeit
als verlogen empfinden und dahinter das Raubtier Mensch
wittern, das sich beim Fleischfressen nicht stören lassen
will. In der Erzählung "Das Leben der Tiere" lässt J.M.Coetzee
eine seiner Figuren den Verdacht äussern, "dass die ganze
Diskussion über Bewusstsein und ob Tiere es besitzen nur eine
Vernebelungstaktik ist. Im Grunde schützen wir unsere eigene
Art. Die Daumen nach oben für die Menschenkinder, die Daumen
nach unten für die Kälber."
Die Distinktionen der Philosophie als Lizenz zum Töten? Als
wirklich obszön gilt erst der Vergleich, den in derselben
Erzählung die Hauptfigur, eine eigensinnige alte
Schriftstellerin, anstellt: Sie vergleicht die
Schlachtviehindustrie mit dem Holocaust, den Massenmord an den
Tieren mit dem Nazimord an den Juden. Sie könne, sagt sie,
nicht mehr begreifen, wie all die netten Leute um sie herum
fortfahren könnten, Leichen zu essen und Leichenteile zur
Schau zu stellen: " Es ist, als würde ich Freunde besuchen und
eine höfliche Bemerkung über die Lampe in ihrem Wohnzimmer
machen, und sie würden sagen: ,Ja sie ist nett, nicht wahr?
Sie ist aus polnisch-jüdischer Haut gefertigt, wir finden, die
ist beste Qualität, die Haut von polnisch-jüdischen
Jungfrauen.'"
Eine zynische Zuspitzung, eine brutale Pointe. Wie man daraus
eine historische Argumentation entwickelt, zeigt das kürzlich
erschienene Buch des Historikers Charles Patterson unter dem
Titel "Eternal Treblinka. Our Treatment of Animals and the
Holocaust". Patterson verlegt die Geburt des Holocaust in die
Schlachthöfe von Chicago. In seinem schlimmsten Kapitel
("Killing Centers in Amerika and Germany") schneidet er wie im
Film die brutalsten Schlachthausbilder mit den grässlichsten
Szenen des Judenmords gegeneinander. Dass er dabei eine neue,
"animalische" Form der Geschichtsrevision betreibt, nimmt
Patterson in Kauf. Diesmal sind es nicht, wie bei Ernst Nolte,
die Bolschewiken, die angefangen haben, sondern die
Amerikaner, die in ihren Schlachthöfen das Töten
mechanisierten und so den Nazis das Vorbild für Ihre
Vernichtungsmaschinen lieferten. Man fragt sich, ob der Autor
den Mord an den Juden nicht vor allem benutzt, um die
Verbrechen an den Tieren zu skandalisieren - mit sicherem
Griff zum historischen Superlativ. Immerhin kann er sich dabei
auf einen prominenten Gewährsmann berufen: den
Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer. Alle Figuren Singers
dachten wie Herman Broder, der Held der Erzählung "Feinde",
der die Zoos als eine andere Art von Konzentrationslager
empfand und die Vorstellung nicht loswurde, "dass in ihrem
Verhalten gegenüber den Tieren alle Menschen Nazis waren."
Von Singer, dem Autor, der die Tiere liebte, stammt auch das
Wort vom "ewigen Treblinka der Tiere".
Es sieht so aus, als stellt dieser Vergleich heute den
Nullpunkt des Humanismus-Diskurses dar. Aber nicht alle
Autoren sind bereit, an diesem Punkt stehen zu bleiben.
Giorgio Agamben etwa sieht - wie schon Adorno - die Gefahren,
die darin liegen, den Holocaust quasi als letztes Wort der
Geschichte zu akzeptieren. Man verkenne, schreibt er in
"L´aperto", völlig die totalitären Erfahrungen des
20.Jahrhunderts, wenn man sie ausschließlich konsequenzlogisch
vom Nationalismus und Imperialismus her ansehe. Heute gehe es
um einen anderen, extremeren politischen Einsatz: die Tatsache
des biologischen oder "nackten" Lebens der Völker. So gesehen
war der Nationalismus nicht der Endpunkt, sondern ein Vorlauf
für die biopolitischen Experimente des 21.Jahrhunderts oder,
mit den Worten Agambens, für die "integrale Bewirtschaftung
des biologischen Lebens und das heißt, der Animalität des
Menschen."
Auch Jacques Derrida sieht (in "L´Animal que donc je suis")
das "nie da gewesene Ausmaß der Unterwerfung des Tiers" als
Brandmal einer sich verschlimmernden Geschichte des "Mit-
seins" an: "Alle Welt weiß, welche unerträglichen
Schreckensgemälde eine realistische Malerei von der
industriellen, mechanischen, chemischen, hormonellen,
gentechnischen Gewalt anfertigen könnte, die das Tier seit
zwei Jahrhunderten durch den Menschen erdulden muss." Für
Derrida lautet die Frage nicht, ob dies ein Genozid war oder
nicht. Gewiss, sagt er, gibt es auch tierische Genozide: "Die
Zahl der Arten, die kraft des Menschen im Verschwinden
begriffen ist, raubt einem den Atem." Aber wie ist es möglich,
fragt sich Derrida, dass die Menschen sich das Leid, das sie
denen, die sie Tiere nennen, zufügen, so gründlich
verschleiern und verbergen können: "Denn was da seit zwei
Jahrhunderten geschieht, ist auch eine neuartige Prüfung, eine
Bewährungsprobe des Mitleids."
Von Aristoteles bis Heidegger kreiste die Rede über das Tier
immer um das Haben und das Können, um Besitz der Vernunft und
das Vermögen, Techniken anzuwenden. Die entscheidende und
heute aktuelle Frage hat zuerst Jeremy Bentham gestellt: Can
they suffer? Können sie leiden? In dieser Frage, so Derrida,
liegt die radikalste Weise, jene Endlichkeit und Sterblichkeit
zu denken, die die Menschen mit den Tieren teilen. In der
Verschlimmerung unseres Verhältnisses zu den Tieren seit 200
Jahren wird das Wasserzeichen eines Krieges sichtbar: Es ist
ein Krieg, der um das Mitleid entbrannt ist. Dieser Krieg hat
ohne Zweifel kein Alter, aber er ist in eine kritische Phase
eingetreten und wir mit ihm."
Niemand weiß, was am Ausgang dieser kritischen Phase stehen
wird. Die Bewirtschaftung des nackten, animalischen Lebens von
Menschen - und Tierpopulationen? Der unerklärte Krieg im
Innern der Zivilisation, die sich human nennt, geht weiter.
Der Aufstand der Tiere bleibt vertagt. Auch ein Aufstand der
Menschen für ihre animalische Natur ist nicht in Sicht.


Erstveröffentlicht Süddeutsche Zeitung, 26.10.2002
und Texte zur Kunst, S.136-139,Heft Nr.50,2003











Man könnte so weit gehen, den Menschen zu bezeichnen als das
Wesen, das in seinem Tiersein und Tierbleiben gescheitert ist.
(...)Kulturhistoriker haben klargemacht, daß mit der
Seßhaftwerdung zugleich das Verhältnis zwischen Mensch und
Tier insgesamt unter neue Vorzeichen geriet. Mit der Zähmung
des Menschen durch das Haus beginnt zugleich das Epos von den
Haustieren. Deren Bindung an die Häuser der Menschen jedoch
ist nicht bloß eine Sache von Zähmungen, sondern auch eine von
Abrichtungen und von Züchtungen.
Der Mensch und die Haustiere - die Geschichte dieser ungeheuerlichen
Kohabitation ist noch nicht auf angemessene Weise zur Darstellung
gebracht worden, und erst recht haben die Philosophen bis heute
nicht wahrhaben wollen, was sie selbst inmitten dieser Geschichte zu
suchen haben (...)


Peter Sloterdijk 1999, "Regeln für den Menschenpark" (s.48 ff.)
Suhrkamp Verlag












---> Industrialisierung
mit Essays von
Thomas Macho
Melanie Bujok
Moshe Zuckermann








Presse

"Lin May at Jacky Strenz" -->
Contemporary Art Dayly 01/2014
January 8th, 2014

Radio Portrait on Lin May -->
WDR5, 10.41 min (german language)
December 18th 2013

"Auf Wagner Pfeifen" -->
Christoph Schütte, FAZ
Rhein-Main Kultur, 19.10.2013

"Lin May at Jacky Strenz" -->
Contemporary Art Dayly 10/2013
October 14th, 2013

"Die Kunst und das liebe Geld" -->
Kito Nedo
Berliner Zeitung, 25.1.2011

"Altarbilder unserer Zeit" -->
Swantje Karich, FAZ
Kunstmarkt, 27.2.2010

"Lin May at Jacky Strenz" -->
Contemporary Art Dayly 07/2009
July 28th, 2009

"Frau mit Hund"
Christoph Schütte, FAZ
Rhein-Main Kultur, 10.6.2009

"Beziehungen zwischen Mensch und Tier" -->
Fenja Braster, Interview mit Lin May Saeed, 25.3.2006
Terz, Autonome Stadtzeitung Düsseldorf

"Malerischer Herbst"
Ulrike von Götz, 4.9.2005
Welt am Sonntag

"Materielle Rätsel der Gegenwart"
Wiebke Hüster, FAZ
Kunstmarkt, 26.3.2005








Literatur

"Recipes from Iraq"
Vegane Rezepte aus dem Irak
mit Texten von Abbas Khider, Melanie Bujok und Lin May Saeed
Publikation für Peter Mertens Stipendium 2011
erhältlich über Bonner Kunstverein

"Ein Neger mit Gazelle" von Lin May Saeed
Hrsg. Uta Grosenick, 2004, Revolver Frankfurt /Main

"Das Gilgamesch-Epos"
4., durchgesehene Auflage 2008. Neu übersetzt und kommentiert
von Stefan M. Maul. Verlag C.H. Beck oHG, München.

"Mesopotamien - Wiege der Zivilisation
6000 Jahre Hochkultur an Euphrat und Tigris"
2004 Wolfgang Korn, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart

"Animal Liberation . Die Befreiung der Tiere" , 1975 Peter Singer,
in Deutscher Ausgabe erschienen 1996 beim Rowohlt Verlag , Reinbek.

"Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen",
2007, Hrsg. Susann Witt-Stahl, Alibri Verlag, Aschaffenburg

"Dem blutigen Zweck der Herrschaft ist die Kreatur nur Material"
Die Frankfurter Schule und ihre Kritik der Naturbeherrschung
unter besonderer Berücksichtigung des Mensch-Tier-Verhältnisses
2005 , Hrsg. TAN Hamburg / Stahlpress Medienbüro Hamburg

"Über Tiere", Elias Canetti, 2002 Carl Hanser Verlag München Wien









jackystrenz.com
niezla-sztuka.blogspot.de
theghostsinourmachine.com








Impressum:
Verantwortlich für die Inhalte dieser Seite ist
Lin May Saeed
Kurfürstenstr.174
D-10785 Berlin

kontakt: hello @linmay.de
facebook -->

Urheberrechte: Autorin der veröffentlichten Texte und Abbildungen, sofern sie nicht anders
gekennzeichnet sind, ist Lin May Saeed. Andere Texte erscheinen mit freundlicher Genehmigung der Autoren.
Webseitengestaltung: sumotronic